Arten:
Beim Wellensittich haben sich keine Unterarten gebildet, wenn man von den überzüchteten Schauwellensittichen einmal absieht.

Herkunft:
Die flinken kleinen Sittiche sind ursprünglich in Zentralaustralien zu Hause und bewohnen dort steppenartige Halbwüsten.

Lebenserwartung:
ca. 8 – 15 Jahre, so genannte "Standards" oder "Schauwellensittiche" oft kürzer

Einzel- oder Paarhaltung?
Wellensittiche sind Schwarmvögel und brauchen unbedingt einen artgleichen Partner. Je mehr Vögel, desto besser. Auch die Haltung eines Nymphensittichs zusammen mit einem Welli ersetzt den artgleichen Partner nicht. Einzelhaltung kann zu schweren Verhaltensstörungen wie Rupfen, gesteigerter Aggressivität und Selbstverstümmelung führen.

Käfig:
Die Mindestmaße für einen Käfig für zwei Wellensittiche betragen 1mx0,5mx0,5m. Das sind jedoch wirklich nur Mindestmaße und je größer desto besser, da Wellensittiche schließlich Vögel sind, deren Passion es ist zu Fliegen. Ausreichend Freiflug ist daher Pflicht. Der Käfig sollte trotzdem groß genug sein, dass die Vögel ihre Flügel ausstrecken können, ohne gleich ans Gitter zu stoßen und auch mal ein, zwei Flügelschläge bis zum nächsten Ast machen können. Eine Voliere, grade wenn täglicher langer Freiflug nicht möglich ist, ist ideal für die kleinen Sittiche. Da sie sehr robuste Tiere sind, eignet sich auch eine Außenvoliere im Sommer, wenn ein Schutzhaus zur Verfügung steht, außerdem im Winter.
Die im Handel häufig mitgelieferten Plastikstangen ersetzt man möglichst schnell durch Naturäste. Diese sammelt man beim Waldspaziergang (nicht neben Straßen, Äckern oder anderen gedüngten Gut) von folgenden Bäumen: Ahorn, Birke, Buche, Eiche, Erle, Esche, Linde, Pappel, Weide oder allen Obstbäumen, auch Haselnusssträuchern. Holunder allerdings ist giftig.
Der Käfigboden kann mit Sand, Buchholzgranulat oder Maisspindelgranulat bedeckt werden. Häufig entwickelt jeder Vogelhalter da seine bestimmte Vorliebe. Bei mir ist es das leider schwer zu bekommende Maisspindelgranulat.
Für jeden Vogel sollte eine Schaukel zur Verfügung stehen, da diese zum Schlafen bevorzugt werden. Außerdem ist ein Fressnapf pro Vogel und ein Trinkwasserspender (täglich frisch gefüllt!) notwendig.
Den verspielten Wellis kann man außerdem verschiedenes, abwechselndes Spielzeug anbieten, Gitterbälle, "Rechenstäbe", Glöckchen - das Angebot im Zoofachhandel ist vielfältig. Verboten sind jedoch Spiegel und Plastikvogel, da diese gefährlichen Dinge erstens Verhaltensstörungen und zweitens sogar Krankheiten bei den Wellensittichen verursachen können.

Ernährung:
Wellensittiche brauchen täglich frisches Wasser, anzubieten in einem Napf oder Spender. Da auch das Badewasser getrunken wird, muss dieses ebenfalls täglich frisch sein.
Im Handel gibt es viele verschiedene Futtermischungen, jedoch schwören viele Halter auf das Futter von Onlineversandhäusern, zum Beispiel Futterkonzept [Link?].
Des Weiteren sollte das Hauptfutter täglich durch etwas Abwechslung aufgelockert werden, Obst (Apfel, Banane, Birne, Erdbeeren, Kirschen, Melone), Gemüse (Paprika, Gurke, Mais, Kürbis, Tomate, Brokkoli) und Wildpflanzen (Vogelmiere, Löwenzahn, Wildgräser) werden gerne angenommen. Das Leckerli schlechthin ist Kolbenhirse. Auch Keimfutter ist eine interessante Ergänzung zum normalen Futter.
Für einen gesunden Stoffwechsel und Schnabelwachstum sind Kalksteine und Muschelgrit (im Sand enthalten bzw. separat zu kaufen) unerlässlich.
Während der einmal im Jahr eintretenden Mauser benötigen Wellensittiche zur Unterstützung eiweißhaltiges Futter, z.B. gekochtes Eiweiß, Quark oder Joghurt. Zusätzlich kann man auch im Handel erhältliche Vitaminpräparate verabreichen ("Vitacombex").
 

Ausführliche Informationen:

http://www.welliworld.de/

http://www.sittiche.de/

http://www.birds-online.de/

http://www.vwfd.de

http://www.wellispielplatz.de
 

Text und Infos von Solveig
 

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